Bewusstseins-Anima

Es ist zwar nicht im Sinne ihres Protagonisten, die Anima ausschliesslich im Bewusstsein zu verorten, aber um über sie zu sprechen, bedarf es eben der Klarheit der Sprache. Auf das Unbewusste, namentlich das kollektive Unterbewusstsein, lässt sich bekanntlich nur annäherungs- und deutungsweise eingehen. Als ich wieder aufwachte, befanden wir uns auf der Rückfahrt aus dem„Bewusstseins-Anima“ weiterlesen

Argonauten-Vorwort

Es scheint, als ob die Erde die Lebewesen, die sie in Laufe der Evolution – vielleicht zu ihrem Vergnügen – hervorgebracht hat, eigens mit Sinnen ausstattete, um nicht einsam dazustehen und sich weiterhin stumm und gelangweilt nur um sich zu drehen. Dem Menschen schenkte sie dabei ihr besonderes Augenmerk und beschloss, ihn reichlich zuvorkommend zu„Argonauten-Vorwort“ weiterlesen

Die Grosse Mutter (Magna Mater) Hecate

Man soll bitte nicht dem Irrtum verfallen, ich wolle hier eine Neuauflage asiatisch-griechischer Mythologie starten. Die Geschichte um die Argonauten, angeführt von Jason, welche uns in verschiedensten antiken Quellen überliefert wurde, sind hinlänglich bekannt und sie bedürfen auch keiner Ergänzungen. Sie sind perfekt. In diesen Geschichten steckt so viel überbordende Kraft, dass es uns gelänge,„Die Grosse Mutter (Magna Mater) Hecate“ weiterlesen

Sinn mogelt sich durchs dürre Sprachgewand

Da bäumt sich mir noch immer dieser wunderschöne und mächtige Nussbaum in die Erinnerung, der mich meine gesamte Jugendzeit hindurch und auch heute noch begleitet. Er stand vor meinem Zimmerfester im angrenzenden Wiesland. Und jedes Jahr, wenn der Baum den bitter-süsslichen Geschmack seiner herangereiften Nüsse in der Nachtluft verbreitete, dann standen mir herrliche Tage bevor.„Sinn mogelt sich durchs dürre Sprachgewand“ weiterlesen

Von Geistern, Besessenheit und Erlösung

Man spricht pathetisch von den grossen Geistern der Menschheit und meint damit lebende und verstorbene Menschen, deren diesbezügliche Begabung die Entwicklung unserer Spezies massgeblich vorangetrieben haben. Was mich im Moment vorzugsweise beschäftigt, ist die Rede von Geistern im Sinne von Gespenstern – und damit meine ich selbstverständlich ganz und gar nicht die Rede vom Heiligen„Von Geistern, Besessenheit und Erlösung“ weiterlesen

Automatismen angesichts eines Ford Mustangs

Der Weltuntergang geniesst einen schrecklich schlechten Ruf. Vielleicht ist das der Grund, warum wir bei so vielem, was wir sehen, das uns nicht spontan gefällt, gleich von schlechtem Einfluss, üblen Machenschaften, gefährlichen Leidenschaften, Krankheit zum Tode oder Untergang und Verderbnis sprechen. Wenn die Welt tatsächlich dem Untergang geweiht sein sollte, dann gebe ich den jungen„Automatismen angesichts eines Ford Mustangs“ weiterlesen

Als Regenbogen in einem Traumfänger gelandet

Wäre ich ein Arzt, dann würde ich mich während dieser verrückten Tage nach ganz neuen Heilmitteln und –Verfahren umsehen. Ich kann beispielsweise jeden gut verstehen, der zurzeit zum Schlafwandeln neigt. Grenzübertritte sind nicht immer einfach und könnten angesichts einer zweiten Corona-Welle in einer ungewollten Quarantäne enden. Als Schlafwandler hat man es da einfacher, weiss man„Als Regenbogen in einem Traumfänger gelandet“ weiterlesen

Die Schafe da oben am Hügel

Beim Blick von meinem Arbeitsplatz aus sah ich in den letzten Tagen auf dem Hügel oben, direkt unter dem wechselnden Witterungen ausgesetzten Himmel, eine große Weideumzäunung, auf der sich eine Schafherde aufhielt. Bei Gehegen für Schafe setzen sich in meinem Kopf regelmäßig seltsame Bilder und Gedankengänge frei: vom Goldenen Vlies, über das Opferlamm (symbolisch dann„Die Schafe da oben am Hügel“ weiterlesen

Alles ist vernetzt und beeinflusst sich gegenseitig

Eine harmlose Tätigkeit belehrt uns, dass alles miteinander zusammenhängt und eines das andere beeinflusst. Tauche mit einem eleganten Kopfsprung vom Sprungturm oder auch nur mit einem ungelenken Straucheln vom Ufer aus ins kühlende Nass eines Sees, des Meeres oder des Ozeans: Der Effekt ist jedes Mal derselbe. Man fühlt sich sogleich angenehm aufgenommen, eingehüllt, leicht,„Alles ist vernetzt und beeinflusst sich gegenseitig“ weiterlesen

Ironie eines Traums

Ich wachte kürzlich früh auf und fühlte mich leicht verstört. Ich hatte seit langem wieder einmal einen archetypischen Traum von einem Einhorn. Dies musste wohl eine Folge davon sein, dass ich mir am Vorabend als Gegenmittel und Auflockerung zu den nicht enden wollenden Corona-News einen Film angesehen hatte, bei dem es um Schamanismus, weiße Magie,„Ironie eines Traums“ weiterlesen