Liebesgeschichten sind das Viagra der Götter

Der goldene Herbst: All seine Pracht sei dahin und er welke und verkümmere. Und bestimmt werde er den Kältetod im anstehenden Winter erleiden, zumal ihn dieser steife Kerl mit seinen eisigen Händen schon sein Leben lang verfolge und ihm, nichts Gutes im Sinne, nachstelle.

Die Göttlichen – man kann diesen Begriff heutzutage ziemlich breit verwenden, als antike Götter oder besondere Menschen – sind ein ziemlich eigensüchtiges, eingebildetes und liebestolles Völkchen. In welchem Sinne der Begriff (antike Gottheit oder Mensch) hier verwendet werden soll, kann die Leserin selbst bestimmen. Für die Erweiterung „besondere Menschen“ wird es technisch gesehen noch breiter, darum will ich auf diese Wahl keinen Einfluss nehmen, vermute aber, dass man dabei nicht groß daneben greifen kann. Soviel als Vorlauf zu diesem Blog.

Schneewittchen fiel nach dem Verzehr eines vergifteten Apfels in einen todesähnlichen Schlaf. Und meist, wenn es um Gifte und Liebestränke (welche ich auch zu den Giften zähle) geht, haben für gewöhnlich Hexen ihre manipulative Hand mit im Spiel oder steckten wurzeltief mit ihrer Warzennase im Zaubergebräu. Und Alice Cooper hat mich in seinem Song „Poison“ darüber aufgeklärt, dass die Liebe ein ähnlich verderbliches Elixier sei. Sie fließe zehrend und brennend durch die Adern und verwandle den Infizieren, zu einem Sadisten, der das Objekt seiner Begierde (ohnehin meist zufällig auserwählt) mit Nadeln steche, in der Hoffnung, es rufe dann laut nach dem Namen seines Peinigers. Dieser Ruf weckt, gemäß Cooper, im Sadisten die Liebe zu seinem Opfer. Unvorstellbar! Denn das bedeutete, dass in jedem Folterknecht potentiell ein heimlicher Liebhaber steckt. Klingt in meinen Ohren pervers und kontradiktorisch – doch um mich geht’s hier nicht.

Man fragt sich angesichts der Tragweite der vorliegenden queren Interpretations-Konstellation der Liebe, warum noch keiner versucht hat, gegen Hexenelixiere und Liebesrausch einen nachhaltigen Impfstoff zu entwickeln. Dies umso mehr, als dass in unseren Tagen keiner mehr fürchten muss, wegen Hexerei verbrannt zu werden. Man vermöchte mit einem Impfstoff fraglos unzählige Menschenleben retten und befände sich in der vorzüglichen Lage, entsprechende Tragödien (Ehebruch, Scheidungen) zu verhindern. Ich möchte sie nicht zählen müssen, all die unglückseligen Opfer, die im Namen der Liebe bereits Schiffbruch erlitten und im Strudel ihrer Gefühle ertranken.

Obige Frage und nachfolgende Darlegung sind rhetorisch zu verstehen. Denn nur Hornochsen ließen sich freiwillig gegen die Liebe impfen. Da findet sich kaum ein Mensch, der auf die großen Gefühle, die mit der Liebe einhergehen, zu verzichten wünschte. Doch da gibt es noch diese alternative Sichtweise, die besagt, dass sich diese Impfung längst erübrigt hätte. Sie wurde angesichts des Umstandes obsolet, dass die meisten Menschen zwischenzeitlich gefühlslos wurden und sich entsprechend mit abgestumpften Empathie Sensoren, wie verunfallte Käfer, durch die grauen Gassen dieser Welt tasten. Kurzum, die Liebe ist abhanden gekommen und befindet sich unerkannt auf der Flucht – keiner, dem es aufgefallen wäre und niemand, der nach ihr sucht oder sie begehrt. Ersetzt wurde diese Suche durch ein unflätiges Streben nach Geld und Macht.

*

Zu meiner Beschämung muss ich an dieser Stelle gestehen, dass mir eines Tages am eigenen Leib widerfuhr, was ich weder gesucht noch begehrt hatte. Hesperus schenkte mir nämlich in einer lauen Spätsommernacht zum Ende der dritten REM-Phase einen Klartraum – einen sehr schönen und wahrhaft goldenen Herbsttraum, wie man mir am Übergang zur Morgenröte des anbrechenden Tages zum Abschied einimpfte. Das schürte in mir verständlicherweise jenes Quantum an Misstrauen, welches nichts Gutes erwarten ließ. Träume von Hesperus haben in der Regel immer etwas mit der Liebe zu tun, und genau das behagte mir aus eingangs dieses Schreibens erwähnten Gründen nicht. Was gibt es Unnützeres als einen Liebestraum?

Die Frage, wieweit man für seine Träume Verantwortung übernehmen muss, lass ich der Einfachheit halber hier mal ausser Acht. Ich will schliesslich nichts verkomplizieren. Denn wenn es tatsächlich ein Liebestraum war, dann würde ich das auf die Reihe kriegen. Ist schon beinahe ein geflügeltes Wort in unserem Sprachinventar, dieses kriege ich (kriegen wir) hin.

Und siehe, der Himmel zeigte Erbarmen und befreite mich aus meiner unbehaglichen Lage. Er schickte mir den übermütigen, stets betrunkenen und liederlichen Dionysos vorbei, der von dem Geschenk aus irgendeiner verborgenen Quelle gehört hatte. Götter besitzen fast alles, die Liebe hingegen fehlt ihnen. Und weil gerade Dionysos sie sehnlichst begehrte, schaute er bei mir unangemeldet vorbei und riss mir das ihm teure Traumgesicht ungefragt von der Seele. „Liebesträume sind wohl das Viagra der Götter“, rief ich ihm gespielt verärgert hinterher, froh den Dorn in meiner Seele los zu sein.

Ich hatte den Vorfall bald danach wieder vergessen und alles lief in meinem Leben wieder seine gewohnte Bahn, bis plötzlich stürmisch ungestüm und so gar nicht golden der Herbst vor der Tür stand, laut polternd Einlass begehrte und sich nicht mehr abwimmeln ließ. Ich öffnete und gewährte ihm etwas zurückhaltend, misstrauisch Eintritt. Dann erschrak ich, denn vor mir stand ein wütender, von grauen und fauligen Blättern bedeckter Bursche, an dem die Würmer verspielt an der erdverschmierten Weste runterrutschen. Er glich so gar nicht dem goldenen Bild, das ich mir vom Herbst mache.

Er weinte, vor Kälte erstarrt und stampfte gleichzeitig wild mit seinen Holzschuhen auf den Boden. Überall flog dabei der Dreck herum und verklebte mir Wände und mein Inventar im Hausgang. „Du hast mich meines freundlichen und warmen Wesens beraubt, als du das wundervolle Geschenk, das du von Hesperus erhalten hast, an Dionysos weiterreichtest“, klagte er mir. Keiner werde je wieder ein Lied auf seine Herrlichkeit verschwenden, zerfloss er in anrührendem Selbstmitleid. All seine Pracht sei dahin und er welke und verkümmere. Und bestimmt werde er den Kältetod im anstehenden Winter erleiden, zumal ihn dieser steife Kerl mit seinen eisigen Händen schon sein Leben lang verfolge und ihm, nichts Gutes im Sinne, nachstelle.

Mir war schnell bewusst, dass ich in der komplexen Angelegenheit dringlich etwas unternehmen musste. Mir seien die Konsequenzen meines Handelns für ihn, den Herbst, nicht bewusst gewesen, beeilte ich mich zu entschuldigen. Und ich versprach ihm, deswegen eigens bei Dionysos vorzusprechen und zu versuchen, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Ich möge mich beeilen, bat der Herbst, etwas ruhiger geworden. Bei Dionysos wisse man nie so recht, woran man sei und was ihm als nächstes in den Sinn komme. Womöglich befinde sich der Trunkenbold bereits wieder in seiner Liebesgrotte, wo er seinen schmachtenden Gespielinnen am lodernden Lagerfeuer vergnüglich den hesperischen Traum verwirkliche. Aus der Wohnung über mir drang dabei, fast schon höhnisch: „Alle Menschen werden Brüder“.

Ich machte mich unverzüglich auf den Weg zum Gott des Weines in seinem Nest. Doch Dionysos, wie anders zu erwarten, wollte mich nicht vorsprechen lassen und schien mich auch schon vergessen zu haben. Er schaute mich mit seinen übernächtigten, durchzechten, aufgequollenen und liebeskranken Augen unwirsch an. Dann lachte er mir unverschämt ins Gesicht. „Geh hin du Wurm“, hauchte er mich mit seinem weingetränkten Atem an, wischte sich mit einem Weinblatt genüsslich den Sabber aus seinem Mundwinkel und winkte mich dann ungeduldig aber bestimmt von dannen.

So schnell wollte ich nicht aufgeben. Er, Dionysos, könne sich doch vorstellen, versuchte ich ihm zu erklären, dass im nächsten Jahr, wenn er durstig nach seinem Mundschenk verlange, von diesem enttäuscht werden könnte, weil er vermutlich keinen Wein mehr auf Lager haben werde. „Blödsinn“, herrschte mich der Weinlaubbekränzte an, „wie das“? „Nun, wenn der Herbst nicht in der Lage ist, sein goldenes Antlitz in der gewohnten Pracht zu entfalten, dann fehlt den heurigen Trauben in der Folge das sie segnende Herbstlicht, um zu göttlicher Süße heranzureifen“, erklärte ich ihm ausholend. „Zum Teufel mit dir, du Spassbremse“, herrschte er mich abermals an, „den Traum kriegst du nicht zurück.“

*

Mir war zwar bewusst, dass Götter zuweilen zu starker Launenhaftigkeit neigten, dennoch fühlte ich mich gedemütigt und überlegte, was zu tun wäre, damit ich wieder in den Besitz des mir zugedachten Traumgesichts gelänge. Auch war es mir ein dringliches Anliegen, dass der Herbst nicht sterbe. Ich beschloss ins Auto zu steigen und vorerst mal ans Meer zu fahren, um mein erhitztes Gemüt bei einem erfrischenden Bad zu kühlen und auf sichere Distanz zum verlogenen Götterpack zu gehen.

Als ich den Strand erreicht hatte und ausstieg, hörte ich den gequälten Jagdschrei eines Adlers über mir. Ich entdeckte am Strandfels angekettet den Menschenfreund Prometheus und sah, wie sein Peiniger, ein kräftiger Adler von immenser Flügelspannweite, sich anschickte auf ihn zu stürzen, um sich an seiner zwischenzeitlich wieder nachgewachsenen Leber gütlich zu tun. Zeus, der Rachsüchtige, hatte sich diese unsägliche Pein für den unglückseligen Titanen ausgedacht.

Welch ein ungerechtes Urteil für eine so große Tat zu Gunsten von uns Menschen, dachte ich für mich. Doch zwischenzeitlich wunderte mich gar nichts mehr. Götter eben und ich schlenderte dem Sandstrand entlang. Ich fragte mich instinktiv, was das Tier wohl bewog, den armen, wehrlos an den Felsen geketteten Titanen so zu quälen. War es der Hunger, die Fressgier? Gegen eine stets frische Titanenleber ließ sich aus Sicht einer hungrigen Kreatur schließlich nicht ernsthaft etwas einwenden. War es womöglich schierer Sadismus oder einfach nur der Gehorsam der niederen Kreatur den höher gestellten Göttern gegenüber? Wem die Macht ist, dem folgt der Gehorsam.

Ich schmiedete einen Plan. Prometheus würde sicherlich zu retten sein, wenn ich ihn zu überreden vermöchte, laut den Namen seines Peinigers auszusprechen und nach ihm rufen zu lassen. Dabei erinnerte ich mich natürlich an den, in Liebesdingen weisen, wenngleich sadistisch verdrehten Rat von Alice Cooper. „Poison“ – kein Gott vermochte sich echtem menschlichem Flehen widersetzen. Ich war mir sicher, dass es um die seelische Verfassung der Götter schlecht stehen musste. So ganz ohne die Liebe und den Zuspruch und die Opfergaben der Menschen, das konnte selbst für sie, die über alles Erhabenen, auf die Dauer nicht funktionieren.

Ich beschloss den fragwürdigen Trick an Dionysos zu erproben, denn offensichtlich hatte ich es dem lümmligen Gott viel zu leicht gemacht. Ich wollte mich dem Herbst zuliebe opfern. Ich hätte Dionysos vorbehaltlos meine Liebe bekunden und ihn umarmen sollen. Statt dessen hatte ich versucht, ihn in die Enge zu treiben. Das Versäumte nachzuholen, schrie ich, was meine Kehle hergab, Liebeshymne über Sehnsuchtsklage in den landeinwärts wehenden Wind, so dass ich mir sicher sein konnte, dass ich gehört wurde. Hinterher entschloss ich mich, und das musste jetzt sein, dazu war ich ja schließlich auch hierhergefahren, zu einem reinigenden Bad im Ozean.

Als ich nach dem erfrischenden Bad wieder aus dem Wasser stieg, sah ich vor mir ein kleines in Zellophan verpacktes Geschenk am muschelübersähten Sandstrand liegen. Gerührt darüber, dass zumindest Poseidon es gut mit mir meinte, stürzte ich mich erfreut auf das Geschenkspacket und begann es erwartungsfroh aufzunesteln. Ich staunte nicht schlecht, als ich meinen mir von Hesperus geschenkten Traum da vor mir in den Händen liegen sah. Die Welt hatte unversehens ihren Glanz zurückgewonnen und meine Augen begangen zu strahlen. Mit allem wieder versöhnt, legte ich mich in den Sand, um mich genüsslich dem Traum und dem herrlichen Leben das sich mir darin auftat, hinzugeben.

Dieses Tun, will ich vorausschicken, barg so gar nichts Fleischliches in sich. Vielmehr eröffnete sich vor meinen Augen eine paradiesische Vielfalt von Farben Formen und Klängen, und die Schönheit tanzte mit der Wahrheit einen Walzer um den anderen.

Dies ist die Geschichte, wie ich vor kurzem meinen Glauben an die Menschen wiedergefunden habe. Hesperus ist der Sohn des mächtigen Atlas, der die Bürde der Welt auf seinen Schultern trägt. Und Hesperus ist bekanntlich nicht nur der Gott der Abend- sondern auch der Morgenröte. Und da er mich offenkundig zu seinem Schützling erwählt hatte, wozu sonst hätte er mir diesen wertvollen Traum geschenkt, musste ich dieses Geschenk teilen. Es birgt in sich alle Hoffnung auf ein menschenwürdiges Dasein und eine lebenswerte Zukunft. Wenn die Morgenröte erwacht, taucht fortan die Welt in einen Schleier der Versöhnung und harrt erwartungsfroh mit allen Kreaturen dem neuen Tag entgegen. Und täglich erneuert der Traum dieser Gestalt sein frohes Versprechen.

Veröffentlicht von Proteus on fire

Freischaffender Feuilletonist

2 Kommentare zu „Liebesgeschichten sind das Viagra der Götter

  1. „Aber wo bleibt denn Eros in diesem wunderbaren Traum, der doch gar nichts Fleischliches an sich haben soll?“ – Das wollte ich dem tapferen Kämpfer dieser Herbstfantasie schon zurufen, aber dann zögerte ich doch, denn ich weiss ja auch nicht, wo ich diesen (nach Platon) mächtigsten Gott suchen soll in der traurigen Herbstwelt von 2020. Tag für Tag hielt ich darum Ausschau, so wie ich das halt verstand, vor allem in Freuds Schriften, die ja wohl die letzte überzeugte Apologie für diesen korrumpierten göttlichen Gesellen darstellen. Umsonst. Aber auch beim Streicheln meiner unersättlichen Katzen suchte ich ihn vergeblich, denn bei aller Liebe wollen sie letzlich ja doch bloss fressen, wie der verflixte Adler, der unseren Menschenfreund martert.
    Aber heute morgen, ein trüber, verregneter Herbstmorgen, erschien Er mir endlich, auch wenn ich ihn nicht gleich erkannte, denn er war ziemlich mager, und dabei so hässlich, dass ich doch kein Mitgefühl spürte, nur Ekel. Natürlich trug er die obligatorische Corona-Maske, was kann man ihm ja nicht vorwerfen kann, aber vielleicht habe ich ihn wegen dieser Sprechbarriere nicht richtig verstanden. „Ich gefalle dir nicht“, sagte er zuerst mit heiserer Stimme, „aber du vergisst ja ganz unseren Platon, sonst wüsstest du …“. Der Rest blieb unverständlich. Aber eigentlich weiss ich es ja schon, wenn ich ehrlich bin, was er sagen wollte, sagen musste: „Die Liebe ist halt nicht schön, nur der Geliebte ist es.“ So ein Mist! – Aber dann muss man ja schon direkt Verständnis haben für die armen Menschen der Gegenwart, die sich vor diesem hässlichsten aller Götter schützen wollen mit Masken und Impfungen und den Liebestraum an die Götter zurückweisen. Der Liebestrank aber ist bekanntlich Gift, oder sagen wir: eine Droge, die zeitweilig vergessen lässt, was die Liebe verkörpert: Vergewaltigung, Prostitution, den „Liebesakt“ usw.
    Ehrlich, ich wollte den hässlichen Zwerg schon rauswerfen; sein Besuch war ja nur peinlich. Da fragte er mich, ob er sich „freimachen“ dürfe, da wir ja hier „unter uns“ seien. Er fühle sich sehr unbehaglich in der Maske, die unsere Gesellschaft ihm vorschreibe. Nun, ich bin ja auch kein Freund von Maske und Verstellung, und seine Rede erweckte darum gerade noch so viel Sympathie in mir, dass ich einwilligte. – Aber auch ohne Maske schien mir sein Gesicht nicht gerade schön: zu rund, und mit Lippen, die mich an Saugen erinnerten.. Aber dann schnallte der Kerl noch seine Stelzen ab, die ihm die hohe Gestalt vermittelt hatten, und dann – aber das war ja ein richtiger Striptease, was der Kleine nun veranstaltete: Er riss sich die ganze Bekleidung vom Leib und zum Vorschein kam – ein Baby. Ja natürlich, kam es mir in den Sinn, der kleine Amor, den sie früher mit Pfeil und Bogen zu verkitschen liebten! – Da verschwand mein Widerwille und ich nahm ihn in die Arme, damit er nicht friere, so nackt wie er nun war, in unserer Herbstluft.
    Aber was tat der Unverschämte? Mit der einen Hand umfasste er wie automatisch sein schon ziemlich ansehnliches Glied, während er mit dem Mund etwas anderes zu suchen schien, an meinem Hals zuerst… Oh, ich verstand den Kleinen nur zu gut. Wie meine Katzen! Aber was sollte ich tun? – „Polimorph pervers“, murmelte ich mit Freuds Worten, aber leise, denn ich wollte den Kleinen ja nicht schockieren oder von etwas abhalten, das halt in der Natur liegt. So ist die Liebe; da kann man nichts machen. Und vielleicht wird aus dem kleinen Scheusal ja irgendwann ein anständiger Gott, wenn wir ihn brav nähren und pflegen?

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    1. Ich verstehen, du haderst mit den überlieferten Beschreibungen dessen, was die Antike uns bereitgestellt hat. Eigentlich interessiert mich Eros nicht besonders, zumal nicht im Rahmen des Blogs. Darum auch der Satz: “Was gibt es Unnützeres als einen Liebestraum?” Was Freud mit Eros im Sinne führte, weiss ich nicht. Aber eines möchte ich betonen, ich neige dazu, Götter und Göttliches vorwiegend kreativ, metaphorisch und im übertragenen Sinne zu behandeln. Sie sind mir lediglich ein Transportmittel hin zu dem, was ich zum Ausdruck bringen möchte. Danke für deinen Kommentar, den man gerne als neuen Blog bezeichnen könnte – aber mit einer anderen Zielsetzung.
      Den kleinen Amor, ehrlich, ich hätte ihn erwürgt. Ich zweifle daran, dass er an der Natur teilhat, ist mir zu pragmatisch. Nüchternheit, Lieblosigkeit und Geld regieren unsere Welt, dem möchte ich das ganz Andere entgegenhalten.

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